Harzwanderung 2019 - Bericht

Am Nachmittag ging es in Bad Harzburg zu fünft los. Nach anfänglichen Routenüberlegungen entschieden wir uns gegen die Busfahrt nach Ilsenburg und den 9 Km langen Rückweg und für einen Rundwanderweg um Bad Harzburg. Wir wollten eine "kleine" Runde wandern, am Ende waren es gute 13km. Zuerst einmal mussten wir aus Bad Harzburg kommen, das gelang uns über einen Golfplatz und mit Hilfe von einem Ehepaar, welches uns den Weg ins Grüne zeigte. Wir legten einige Höhenmeter zurück und überquerten einen kleinen Bach. Alles lief nach Plan bis wir links abbogen und uns auf einer Lichtung mitten im Wald wieder fanden. Nichts sah mehr nach einem Weg aus. Mit Kompass und Karte gelang es uns zurück zum Wanderweg zu finden. Unser Nachtlager schlugen wir in einer Schutzhütte auf, zu dem spät abends noch zwei weitere zu uns gestoßen sind.

Nach einem ausgiebigen Müslifrühstück ging es den alten Kaiserweg entlang Richtung Eckerstausee. Eine Abkürzung über den Ecker machte uns erfinderisch und ersparte uns 1,5 Kilometer. Kurz vorm Brockenaufstieg füllten wir unsere Wasserflaschen bei der Rangerstation Scharfenstein auf. Jeden einzelnen Tropfen Wasser schwitzten wir beim Aufstieg zum Kleinen Brocken mit gefühlten 90° Steigung wieder aus. Auf halber Strecke gab es Schokolade für einen Motivationsschub. Oben angekommen hatten wir einen traumhaften Ausblick über den Harz. Zeit für Abendessen: Nach anfänglichen Komplikationen mit den Campingkochern gab es Gemüserisotto. Pünktlich nach dem Essen kamen ein paar Tropfen vom Himmel, es war Zeit ein Nachtlager zu finden. Gemütlich zwischen den Bäumen war Platz für uns alle. Ein farbenfroher Sonnenuntergang brachte uns in die Schlafsäcke. Einige legten auch während der Nacht gemeinsam mit Isomatte und Schlafsack noch einige Meter auf der Plane zurück.

Am nächsten Tag wanderten wir die letzten Höhenmeter bis auf den Brocken, dabei wurden wir immer wieder von Läufern überholt, die den Brocken hoch und runter joggten. Mit jeder Brockenbahn, die ankam, wurde es voller hier oben. Vor dem Abstieg besorgten wir noch Brötchen bei einem Imbiss, füllten unsere Flaschen auf und ließen unsere Töpfe durchspülen für unsere nächsten Mahlzeiten. Entlang der alten Grenze machten wir uns auf den Weg Richtung Wurmberg, vorbei am Skigebiet. Beim Rastplatz „Kaffeehorst“ war es Zeit für Spaghetti mit Tomatensoße, die lange auf sich warten ließen, da die Kocher wieder nicht so wollten wie wir. Gut gesättigt haben wir unsere Planen hinter einem Jägerstuhl in der Nähe eines kleinen Baches ausgebreitet. Nach einer Runde Werwolf fielen uns allen die Augen zu.

Auf dem Weg nach Braunlage haben wir am nächsten Tag den Gedenkstein „Grenzöffnung“ angeschaut. Viele Kilometer lagen jetzt hinter- und nur noch wenige vor uns. Die Sonne meinte es die Tage sehr gut mit uns und so waren wir alle bei der Ankunft in Braunlage braun und in manchen Ausnahmen auch rot um die Nasenspitze.

Mit vielen neuen Erlebnissen und Bekanntschaften trennten sich hier wieder unsere Wege in alle Ecken Deutschlands.

Wir freuen uns auf eine Wiederholung!