Frühlings-Radtour 2019 - Bericht

Am Samstag letzter Woche haben wir uns um 9 Uhr morgens in Bonlanden getroffen. Mit anfänglich sechs Teilnehmern waren wir zwar eine kleine Gruppe, haben aber später noch etwas Zuwachs bekommen. Leider hat sich das Wetter nicht an die Planung gehalten, es waren zwischen 6° und 9° Celsius mit angesagtem Niederschlag. Wir sind dennoch ganz gemütlich in Richtung Metzingen gefahren und haben uns dort an den doch recht steilen Albaufstieg gewagt. Die 350 Höhenmeter haben wir teils schiebend, teils fahrend hinter uns gebracht, wobei wir die ganze Zeit von immer stärker werdendem Schneefall begleitet wurden. Oben an der Albkante haben uns Edda und Paul aus Engstingen erwartet. Zu acht ging es dann mit mal mehr und mal weniger Schneetreiben in Richtung Lautertal, das doch schon recht frühlingshaft und schön war. Zwischendrin haben wir Vesperpausen eingelegt und durften außerdem Eddas vorzüglichen Kuchen verzehren, Danke noch einmal dafür!

Bevor wir den Bauernhof der Familie Freytag erreicht haben, mussten wir noch einen letzten Hügel hinaufschieben, der uns allen etwas zu steil war. Oben angekommen wollten wir dann die doch recht gemütliche Scheune beziehen, in der auch die Schafe mit den äußerst süßen Lämmern wohnten, allerdings kam dann das Angebot von Pauls Mutter, dass wir auch bei ihnen in der Ferienwohnung übernachten könnten... Dieses Angebot war in Anbetracht der nassen Kleider und halb gefrorenen Gliedmaßen nicht auszuschlagen. Somit sind wir dann den Hügel wieder runtergefahren, wonach dann alle restlichen Finger eingefroren waren. In der Wohnung konnten wir zum Glück alle unsere Sachen trocknen und mit frischen Wechselklamotten uns ein sehr leckeres Abendessen (auf dem Herd und nicht auf dem Feuer) kochen. Auch der anschließende Spieleabend wäre in der kalten Scheune nicht sehr gemütlich gewesen!

Am nächsten Morgen gab es ein leckeres 9-Uhr-Frühstück mit Frischmilch vom Demeterhof. Nachdem wir dann alles aufgeräumt und gepackt hatten, sind wir gegen 11 Uhr aufgebrochen in Richtung Donau. Im Laufe der Strecke ist Edda etwas ins Auge geflogen, so dass sie und Paul leider früher umdrehen mussten und abgeholt wurden. Auf der Weiterfahrt wurden wir schon bald wieder aufgehalten: diesmal von einem platten Reifen, der geflickt werden musste. Da sich der Weg neben der Donaubahnlinie befand, wollten wir uns noch eine Gedenkmünze prägen lassen, leider konnten wir sie nach der Prägung im Schotter nicht mehr finden, für den zweiten Versuch kam dann leider kein Prägungszug. Das Wetter war am Sonntag zumindest trocken, dafür hatten wir einen kräftigen Gegenwind. Aus diesem Grund sind wir dann „nur“ bis Blaubeuren und nicht wie ursprünglich angedacht bis nach Ulm gefahren, da wir alle nicht mehr so viel Kraft hatten. In Blaubeuren konnten wir dann den Blautopf bewundern - alle waren wir aufs Neue von der außergewöhnlichen Bläue fasziniert! Nach einer kurzen Eis-Pause (für Eis ist es nie zu kalt!) sind wir dann in den Zug nach Ulm gestiegen. Inzwischen hatte sich auch die Sonne wieder blicken lassen, später sind dann sogar die Wolken verschwunden. Während der Rückfahrt gab es dann noch einen wunderschönen Sonnenuntergang, gegen 9 Uhr abends kamen wir dann müde und erschöpft nach einem mit Aprilwetter geprägten Wochenende in Filderstadt an. Es war eine sehr schöne Tour, die bei sommerlichem Wetter sicherlich noch ein bisschen schöner gewesen wäre - dennoch ein sehr erfolgreicher und erlebnisreicher Ausflug! Wir freuen uns auf eine Wiederholung!